Nachdem ich eine kurze Mail bekommen habe wie man Foxmarks beibringen kann auf einen WebDAV-Server zu syncronisieren kommt hier mal ein kurzer Post dazu.
Ich selbst verwende seit einiger Zeit ganz gerne den LigHTTPd weil er mit extrem wenig Ressourcen auskommt. Das ist auf meiner Debian-Box zuhause unablässlich. Das ist ne 500 MHz Maschine mit nur 512 MB RAM. Also alles andere als performant (im Vergleich zu heutigen Systemen). Meine Konfiguration von LigHTTPd ist extrem simpel gestrickt. Keine virtuellen Hosts, kein anderer Schnick-Schnack. Ich arbeite allein auf dem System. Ein Document-Root muss es tun.
Als vorbereitende Maßnahmen müssen unter Debian die Pakete “lighttpd”, “lighttpd-mod-webdav” und “apache2-utils” installiert werden. Das Paket apache2-utils enthält das Tool “htpasswd” was für das erstellen der Benutzerdatenbank benötigt wird. Erstellt wird diese mit htpasswd -c /etc/lighttpd/htpasswd.webdav christian. Das Programm htpasswd fordert dann zur zweimaligen Eingabe des Passwortes auf.
In der Datei /etc/lighttpd/lighttpd.conf muss das Modul “mod_webdav” aktiviert werden (einfach die # vor der Zeile entfernen).
WebDAV arbeitet mit einer sqlite-Datenbank. Der Ordner wo diese liegt muss noch erstellt werden:
# mkdir -p /var/run/lighttpd/
# chown www-data:www-data /var/run/lighttpd/
Danach ist die eigentliche Konfiguration des Moduls an der Reihe. Das passiert in der Datei /etc/lighttpd/conf-available/20-webdav.conf. Meine Config schaut so aus:
$HTTP["url"] =~ “^/bookmarks($|/)” {
webdav.activate = “enable”
webdav.is-readonly = “disable”
webdav.sqlite-db-name = “/var/run/lighttpd/lighttpd.webdav_lock.db”auth.backend = “htpasswd”
auth.backend.htpasswd.userfile = “/etc/lighttpd/htpasswd.webdav”
auth.require = ( “” => ( “method” => “basic”,
“realm” => “Bookmarks”,
“require” => “valid-user” ) )
}
Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, muss der LigHTTPd noch neugestartet werden: /etc/init.d/lighttpd restart.
Testen kann man die WebDAV Funktion des Server mit dem kleinen Programm cadaver (ja, das heißt wirklich so). Installieren lässt sich das (wie auch alles andere unter Debian) mit aptitude install cadaver:
# cadaver http://localhost/bookmarks
Authentication required for Bookmarks on server `localhost’:
Username: christian
Password:
dav:/bookmarks/>
Die Konfiguration von Foxmarks ist dann kleinkram. Nach Installation des AddOns von den Webseiten von Foxmarks müssen ganze zwei Einstellungen vorgenommen werden. Foxmarks selbst bindet sich in die Status-Leiste von Firefox ein. Rechte Maustaste -> Foxmarks Settings. Auf der ersten Seite gibt es den Benutzernamen und das Kennwort. Hier muss der zuvor mittels htpasswd angelegte WebDAV-Benutzer mit dem dazugehörigen Passwort rein. Das zweite bisschen an Konfiguration wird unter Advanced gemacht (Siehe Bild 2). Hier das Häkchen “Use own Server” aktivieren und die URL zum WebDAV-Speicherort eintragen. Optional können auch die Passwörter syncronisiert werden. Das würde ich allerdings nur über eine SSL-Verbindung tun (was in meinem Setup der Fall ist).
Relativ unmittelbar danach können Bookmarks und Passwörter syncronisiert werden.